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kabinett# 28       >Figur und Bild<

8.Oktober - 29.Oktober 2017

 

Kunstgespräch mit Dr. Günter Baumann 

Mittwoch 25.10.2017, 19.45 - 21 Uhr

Andrea Eitel wird anwesend sein 

Kunst diesseits der Leipziger Schule

Der Böblinger Kunstverein eröffnet am Sonntag, 8. Oktober, um 17.00 Uhr seine nächste Ausstellung im Kabinett mit Arbeiten von Andrea Eitel und Volker Blumkowski. Beide Künstler sind der gegenwärtigen Figuration verpflichtet, die Anklänge an die junge Leipziger Schule erkennen lassen. Unter dem Titel »Figur und Bild« machen sie allerdings deutlich, dass es bereits vor und mit dem Leipzig-Hype eine Kunst andernorts gab, die das Bild des gegenwärtigen Menschen in einen rätselhaft tiefgründigen Kontext stellten. Unsere Protagonisten leben und arbeiten in Stuttgart, Volker Blumkowski zudem auch in Paris. Andrea Eitel (geb.1942 in Sonneberg) fand bereits früh zu einer magischen Bildsprache, die dem Stil der Leipziger Schule vorgreift. Oft stellt sie die eigene Person in den Mittelpunkt ihrer auch kritischen Befragung der uns umgebenden, alltäglichen Zeit. Volker Blumkowski (geb. 1956 in Salzgitter), der in Stuttgart bei Moritz Baumgartl und K.R.H. Sonderborg studiert hat, präsentiert eine Welt der Arbeit, in der unser Dasein hinterfragt wird, das sich den Mythen der Menschheit mit all ihrer ehemaligen Seinsgewissheit entfremdet hat. Die Antworten des frühen Neo Rauch – des Mentors der jungen Leipziger Maler - ähneln denen seines Stuttgarter Generationskollegen.

Andrea Eitel

Andrea Eitel liebt Übergänge und Begegnungen - sei es auf Rolltreppen oder durch spiegelndes Glas: Die Menschen stehen dabei oft im Gegenlicht, oder sie spiegeln sich vielfach bis ins Surreale ihrer Erscheinung hinein. Der Betrachter wird verunsichert über die räumliche Bezüge, in denen die Leute wie Staffagefiguren agieren - meist in Zwischenräumen, die im ersten Moment unspektakulär sind, sich dann aber als komplex komponierte Szenerien erweisen. Die Blicke de Menschen führen über den Bildrand hinaus, führen ins und hinters Bild, selten nehmen sie Kontakt zueinander auf. Die Architekturen schaffen ihrerseits Durchblicke, gebrochen durch Überschneidungen, zurückgeworfen in Spiegelglas oder fokussiert in Passagensituationen. Andrea Eitel präsentiert sowohl den Menschen wie seine Umwelt in einer Innen- und einer Außensicht. Bezeichnend ist das »Spiegelich« ein raffiniert inszeniertes Bild im Bild, das die eigene Person mit allem Ernst hinterfragt und zugleich (selbst)ironisch verfremdet.

Volker Blumkowski

Volker Blumkowskis Bilder kann man als »spektakulär unspektakulär« bezeichnen. Zu sehen sind periphere, banale Alltagsereignisse, die eine irreale, befremdliche, teils auch absurde Attitüde beinhalten – zum Beispiel in Form von Kabeln, die vielmehr Luftschlangen oder Linienknäueln als realen Kabeln gleichen. Die Bildschöpfungen basieren auf Erinnerungen, Fotos und Zeichnungen, die er auf Spaziergängen und Reisen sammelt. Der Künstler friert eine Handlung ein und bietet mit seinem phantastischen Realismus konstruktive Konstellationen und Bühnen- und Handlungsräume, die den Betrachter motivieren, sie wie in Déjà-vus mit eigenen anekdotischen Kopfgeburten und Erinnerungen zu füllen. Im Zentrum steht eine von Straßenarbeitern und Anstreichern beherrschte Arbeitswelt, in welcher der computergesteuerte Prozess noch keinen Einzug gehalten hat. In ihrer eigentümlichen, kraftvollen Präsenz erinnern Blumkowskis Protagonisten an Schauspieler, die nur so tun, als würden sie arbeiten. Zwischen Pathos und Apathie scheinen sie auf der Kippe zu stehen.

Die Künstler sind zur Vernissage anwesend

Vernissage              Sonntag 8.10. 2017, 17 Uhr

Einführung              Dr. Günter Baumann

Kunstgespräch        mit Kurator und Künstler  MI 25.10.2017, 19.45 – 21 Uhr

Öffnungszeiten       MI 9.30 Uhr – 12 Uhr und

                                  SO 14 Uhr – 17 Uhr u.n.V


 

Hier geht es zum Download unseres Halbjahresflyers

Halbjahresprogramm 2017 Januar - Juni als PDF-Datei


weitere Informationen über:  www.altes-amtsgericht-bb.de

Künstlerhaus Böblingen | Altes Amtsgericht | Schlossberg 11 | 71032 Böblingen

 

                                           

 

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